Rotkreuzschulen: Pflegefachhilfeschule Erding
Altenpflegehilfe-Kurs mit fünf Staatspreisen ins Berufsleben verabschiedet
Erding I 31.07.2026

„Sie sind unsere Premierenklasse“, begrüßte Schulleiter Michael Nauen die Absolvent:innen der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe der Schwesternschaft München. Damit spielte er auf die kürzlich erhaltene staatliche Anerkennung der 2024 gegründeten BFS für Altenpflegehilfe an. „Eine phänomenal kurze Zeit bis zur Anerkennung“, betonte Nauen.
Den neun Männern und 21 Frauen sprach er seinen Respekt für ihre Leistungen während der einjährigen Ausbildung aus. Die Absolvent:innen stammen aus zehn Nationen und sind zwischen 15 und 62 Jahre alt. Ebenso vielfältig wie ihr Alter sind ihre beruflichen Vorerfahrungen – von 20-jähriger Tätigkeit in der Pflege bis hin zu ersten praktischen Einblicken durch ein einwöchiges Praktikum. Die einjährige Pflegefachhilfeausbildung verglich Nauen mit einem Schauspiel: „Die Premiere ist gelungen. Der Vorhang ist gefallen und Sie dürfen den Applaus genießen. Sie haben eine anspruchsvolle Ausbildung erfolgreich gemeistert.“
Veronika Mittermayer ließ das Ausbildungsjahr Revue passieren und würdigte das Engagement der Klasse: „Sie haben sich die theoretischen und praktischen Inhalte mit Neugier erschlossen.“ Im Namen des gesamten Schulteams ergänzte die stellvertretende Schulleiterin: „Wir sind alle gerne in Ihre Klasse gegangen – Sie haben mit Ihrer Motivation, Ihrem Humor und Ihrer Offenheit zu einer außergewöhnlich angenehmen Lernatmosphäre beigetragen.“
Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Verleihung der Staatspreise. Für ihre ausgezeichneten Leistungen erhielten Anja Bauer, Bozana Durbic, Aashika Gupta, Anita Sofie Eigelsperger und Stefan Lenz die von der Regierung von Oberbayern verliehene Auszeichnung. Bauer und Durbic schlossen ihre Ausbildung sogar mit der Traumnote 1,0 ab. Der Erfolg der beiden 55-Jährigen unterstreicht eindrucksvoll, dass Motivation, Engagement und Lernbereitschaft in jedem Lebensalter zum Erfolg führen können.
Auch Generaloberin Caroline Vogt, Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft München vom BRK e. V., ließ den Absolvent ihre herzlichen Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss übermitteln. Besonders erfreulich ist, dass acht Absolvent ihre Ausbildung fortsetzen und die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann beginnen werden. „Eine Absolventin wird aufgrund ihrer Leistungen sogar direkt ins zweite Ausbildungsjahr einsteigen können“, berichtete Nauen stolz.
Der Schulleiter betonte außerdem die vielfältigen Perspektiven der einjährigen Ausbildung: „Die Ausbildung eröffnet hervorragende Karrierechancen in einer krisensicheren Branche. Sie ist besonders attraktiv für Berufseinsteiger, Wiedereinsteiger oder Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.“ Nauen erwähnte in diesem Zusammenhang die Agentur für Arbeit, die zehn Auszubildende finanziell unterstützt hatte. „Diese Förderung ist gut investiertes Geld. Sie stärkt die Pflegeausbildung und damit langfristig die pflegerische Versorgung.“
Zum Abschluss bedankte sich der Leiter der beiden Berufsfachschule für Pflege sowie für Altenpflegehilfe Erding bei seinem pädagogischen Team sowie bei den zahlreichen Kooperationspartnern aus der Altenhilfe und den Akutkliniken. Sein Dank galt ebenso den Einrichtungsleitungen, Pflegefachkräften und Praxisanleiter in Erding und den angrenzenden Landkreisen, die die praktische Ausbildung engagiert begleitet haben. Den Berufsanfänger:innen gab er neben den besten Wünschen für die berufliche und private Zukunft mit auf den Weg: „Sie haben einen Beruf gewählt, der zählt. Was Sie tun, macht einen Unterschied – für die Menschen, für Ihr Team und für unsere Gesellschaft.“

Die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe Erding mit ihren stolzen Staatspreisträger:innen (v.l.n.r.: stv. Schulleiterin Veronika Mittermayer, Bozana Durbic, Anja Bauer, Aashika Gupta, Schulleiter Michael Nauen, Anita Sofie Eigelsperger und Stefan Lenz)
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